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Einen deutschen Namen hat sie noch nicht, aber «Streifen-Moenkhausia» wäre wohl zutreffend.

Die Art kommt im Gebiet des Oberlaufs des Rio Ucayali in Perú vor, genauer im Einzugsbereich des Rio Pachitea. Dieser westliche Nebenfluss des Rio Ucayali ist durch einen Gebirgskamm vom Amazonas-Tiefland getrennt, so dass hier also bergiges Gelände vorherrscht. Dies ist übrigens auch die Heimat des Panda-Panzerwelses. In den letzten Jahren kommen vermehrt Importe aus diesem Gebiet, so das die Moenkhausia simulata bestimmt bald bei uns auftauchen wird. Die Wasserwerte hier sind nicht typisch für amazonische Gewässer, denn sie sind nicht sehr weich und können starke Temperaturschwankungen aufweisen. Sturzbäche aus den Anden können die Wassertemperatur temporär merklich absinken lassen auf unter 20°C. Tagesunterschiede von 10°C (morgens zu abends) sind durchaus normal. Die hier abgebildeten Fische stammen aus einem Rinnsal (Abb. 3) zu einem der Quellflüsse des Rio Pachitea, dem Rio Nazarategui (Abb. 4) bei San Pablo, einem Dorf der Ashaninca-Indianer. Es war zu diesem Zeitpunkt extreme Niedrigwasserzeit, so dass man davon ausgehen kann, dass in Hochwasserzeiten die Fische weiter verbreitet sind und in ganz anderen Biotopen anzutreffen sind. 6 cm maßen die größten der gefangenen Fische, die in kleinen Gruppen beisammen standen. Die Jungfische haben noch eine undeutlichere Streifenzeichnung, wie man in Abb. 2 sieht.

Auch wenn die Fische relativ unbunt sind, kann ich mir vorstellen, dass ein größerer Schwarm im Aquarium elegant aussieht.

Horst Fries

  • Moenkhausia_simulata_01
  • Moenkhausia_simulata_02
  • Moenkhausia_simulata_Biotop_02
  • Rio_Nazarategui_San_Pablo
  • Rio_Pichis

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